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Hier finden Sie viele Informationen zum
Bereich Umstadt, der zum Weinanbaugebiet
Hessische Bergstraße gehört.

 


 

>> Die Lagen des Bereichs Umstadt
>> Rebsortenspiegel
>> Wie der Bereich Umstadt entstand
>> Historie Umstadt und Wein


Die Lagen des
Bereichs Umstadt

Umstädter Weinbauverein, die drei Lagen im Stadtgebiet von Groß-Umstadt

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Umstädter Weinbauverein, die Lage in Roßdorf

  1. Weinlage Stachelberg (32,5 ha)
  2. Weinlage Steingerück (13,5 ha)
  3. Weinlage Herrnberg (48,0 ha)
  4. Weinlage Roßberg (5,5 ha)

(Stand 31.07.2013)

Die ausgewiesenen Flächen sind nicht vollständig bestockt.

Als 5. Lage gehört noch der Wingertsberg in Dietzenbach (nicht abgebildet) zum Bereich Umstadt.


Rebsortenspiegel

Im Bereich Umstadt werden auf einer Anbaufläche von insgesamt 78 ha 31 Rebsorten angebaut - 13 Rot- und 18 Weißweinsorten. Im Zuge einer steigenden Nachfrage nach Rotwein und Weinen aus ökologischem An- und Ausbau platzierten sich die Umstädter Weinbaubetriebe frühzeitig am Markt. Trotz der geringen Anbaufläche finden sich die Weine aus dem Bereich Umstadt regelmäßig auf vorderen Plätzen bei Landes- und DLG-Weinprä-mierungen.

Umstaedter Weinbauberein - Rebsortenspiegel 2013Quelle: Weinbauamt Eltville, 31.07.2013

 

 

58 ha Weißwein

  1. Riesling (32%)
  2. Müller-Thurgau (11%)
  3. Silvaner (9%)
  4. Grauer Burgunder (6%)
  5. Kerner (5%)
  6. Weißburgunder (3%)
  7. Gewürztraminer, Roter Riesling,
    Sauvignon blanc, Chardonnay,
    Auxerrois, Johanniter, Ehrenfelser,
    Scheurebe, Gelber Muskateller, Roter Traminer, Bacchus, Cabernet blanc

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20 ha Rotwein

  1. Spätburgunder (9%)
  2. Dornfelder (6%)
  3. Portugieser (3%)
  4. Regent (3%)
  5. Acolon, Blauer Frühburgunder, Saint Laurent, Schwarzriesling, Merlot,
    Cabernet Sauvignon, Cabernet Mitos, Cabernet Dorsa, Dunkelfelder

Wie der Bereich
Umstadt entstand

Gemeinsam mit dem Bereich Starkenburg bildet der Bereich Umstadt das deutsche Weinanbaugebiet Hessische Bergstraße. Während der Bereich Starkenburg vorwiegend aus den berühmten, nah beieinander liegenden Großlagen an der Bergstraße besteht, liegen die Lagen des Bereichs Umstadt abseits und haben keine direkte Verbindung mit der Bergstraße. Dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass Groß-Umstadt mit dem Titel Odenwälder Weininsel wirbt.

Bevor das Anbaugebiet Hessische Bergstraße 1971 gegründet wurde, gab es heftige Diskussionen über die Zuordnung der Lagen. Die Umstädter Winzer konnten sich mehr mit einer Zugehörigkeit zu Rheinhessen anfreunden, da traditionell enge Kontakte zur Weinbauschule in Oppenheim bestanden. Auch wurde mit dem Anbaugebiet Franken geliebäugelt, das nur 15 km von Umstadt entfernt beginnt. Das hätte den Vorteil gehabt, den Wein in die beliebten und gut bezahlten Bocksbeutelflaschen abfüllen zu können. Da länderübergreifende Anbaugebiete unerwünscht waren, wäre die Zuordnung zum Rheingau eine Alternative gewesen. Doch zum Rheingau drängte es niemanden.

Umstädter Weinbauverein, Foto Lage Herrnberg, André Schösser, Kr3ativ - Werbeatelier Schösser

Schließlich einigten sich aber alle südhessischen Winzer auf eine Marschroute und forcierten gemeinsam die Schaffung des Anbaugebietes Hessische Bergstraße. Die Stadt Groß-Umstadt ist Namensgeber für den Bereich Umstadt, da drei der insgesamt fünf Weinlagen in ihrer Gemarkung liegen.

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Historie Umstadt
und Wein

Die Geschichte des Umstädter Weinbaus nimmt wahrscheinlich bereits zur Zeit der Römer ihren Anfang, wie die Entdeckung römischer Fundamente aus dem 2. Jahrhundert nach Christus unter der Stadtkirche und die Freilegung des sogenannten Traubensteins aus eben dieser Zeit vermuten lassen.

Erste schriftliche Zeugnisse über den Weinbau in Umstadt finden sich aus fränkischer Zeit: Im Jahr 822 ließ Rabanus Maurus, Abt des Klosters Fulda und späterer Erzbischof von Mainz, acht Kopialbücher anlegen, die dem Kloster als Besitz-, Dienst- und Zinsregister dienten. Nach neuesten Forschungen kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die Ersterwähnung des Umstädter Weinbaus auf 775 rückdatiert werden muss.

Um 1610 waren in Umstadt etwa 145 Hektar Weinbergsfläche bestockt, die einen Ertrag von 4.750 Hektoliter Wein lieferten. Zum Ende des 30-jährigen Krieges konnten nur noch 4 Hektar bewirtschaftet werden. Erst um 1730 erreichte die Anbaufläche wieder annähernd den Vorkriegszustand. Bedingt durch die sozioökonomischen Änderungen in Europa mit Beginn der Industrialisierung ging die Anbaufläche zurück: Weinberge wurden zugunsten von Acker- und Obstbaumflächen aufgegeben. Lediglich an den günstigen Hanglagen wurde 1843 noch auf 40 Hektar Wein angebaut. Ab 1860 führten die aus Amerika eingeschleppten Pilzerkrankungen Echter und Falscher Mehltau zum weiteren Rückgang der Anbaufläche. Die Reblaus, die in anderen Teilen Europas schwere Schäden anrichtete, trat jedoch in Umstadt nicht auf.

Eingeleitet durch das Versuchsgut der Hessischen Landwirtschaftskammer begann ab 1927 die Renaissance des Umstädter Weinbaus. Mit der Gründung der Odenwälder Winzergenossenschaft e.G. im Jahr 1959 erfolgte die Wiederbelebung der Weinkultur nach dem Zweiten Weltkrieg. Flächenerweiterungen und Flurbereinigungen gingen damit einher.

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